Regen, Klassiker und volle Ränge

Das PSD Bank Kino von der Seebühne aus. Man sieht einen Teil der Tribüne (r.), das beleuchtete VIP-Podest (m.) sowie den beleuchteten PSD Bank Rein Ruhr Bulli, welcher auf dem Wasser schwimmt (l.)/ Foto: Juliander Enssle
Das PSD Bank Kino von der Seebühne aus. Man sieht einen Teil der Tribüne (r.), das beleuchtete VIP-Podest (l.) sowie den beleuchteten PSD Bank Bulli, welcher auf dem Wasser schwimmt / Foto: Juliander Enssle

Die zweite Woche startete niemand anderes als der Westfalenpark selbst. Zur Feier des 60. Jubiläums des Parks, spielten wir den Kultfilm Der unsichtbare Dritte von Alfred Hitchcock aus dem Jahr 1959. Gute Unterhaltung, gutes Wetter, guter Anlass.

Wie gut ist deine Beziehung? Der Dienstag lockte einige Zuschauer ins Kino, die sich, ob sie wollten oder nicht, mit dieser Frage beschäftigen mussten. Auf der Leinwand natürlich. Auch der kalte Wind am Abend konnte keinen unserer Zuschauer aus dem Kino fegen. Decken und Sitzkissen sorgten für eine angenehme Atmosphäre.

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Komödienperlen made in Germany

Die Darsteller des Films "Der Junge muss an die frische Luft" am Rande des Drehs in Oberhausen / Foto: Kai-Uwe Brinkmann
Die Darsteller des Films „Der Junge muss an die frische Luft“ am Rande des Drehs in Oberhausen. Foto: Kai-Uwe Brinkmann

Land in Sicht für die deutsche Filmkomödie! Nach einer Ewigkeit der gefühlten Schweiger/Schweighöfer-Dominanz gab es in dieser Kinosaison endlich wieder freche, witzige, rührende Filme, die für frischen Wind sorgen und das Genre beleben. Einige laufen beim PSD-Kinofestival im Westfalenpark. Und wir sprechen nicht von „Fack Ju Göhte“, der die Regentschaft der Herren Schweiger und Schweighöfer hoffentlich endgültig beendet hat.

Nein, die Rede ist von Humor-Perlen wie „25 km/h“, „Der Vorname“, „Sweethearts“, „Die Goldfische“ und „Der Junge muss an die frische Luft“, letzterer eine Gratwanderung zwischen Tragik und Komik. Filme, die einem den Glauben zurückgeben, dass im Komödienfach mehr geht als das peinlich bemühte Gewitzel eines Til Schweiger. Der zuletzt mit „Klassentreffen 1.0“ anödete und unbeirrt an seiner Masche weiterstrickt.

Eine Masche, die von Matthias Schweighöfer („Schlussmacher“, „Der Nanny“) kopiert wurde: Hanebüchene Story, grobmotorischer Humor, Klamauk verquirlt mit einer Dosis Romantik, dazu ein Soundtrack aus hymnisch jauchzender Popmusik. Und der Regisseur in der Rolle des Schwerenöters, lieb, aber unverstanden. Laaangweilig.

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