Lieblingsfilm – Simon Schlomberg

Name: Simon Schlomberg

Alter: 27,9

Funktion: Film & Fun (Kino-Crew)

Lieblingsfilm: Sin City

Begründung: Ich liebe Frank Miller, Robert Rodriguez und Quentin Tarantino! Ihre Art und Weise Filme zu machen ist einfach großartig – die Bilder, die Schnitte, die Musik, die Anspielungen, das Groteske und diese Detailverliebtheit.

 

Puppen, Knete oder CGI?

Die Aardman Studios in Bristol produzieren weiterhin Stop-Motion-Filme aus Knete. Foto: Shutterstock

Die „Shrek“-Fime, die „Cars“-Reihe, diverse „Toy Stories“, „Findet Nemo“, die „Ice Age“-Serie, mehrere Teile „Ich – Einfach unverbesserlich“ samt seinem Ableger „Minions“: Wir haben uns daran gewöhnt, dass Kinostreifen aus dem Rechner den Ton angeben, wenn es um Trickfilme geht.

Zwar sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt, doch in der Umsetzung muss es eben manchmal die „Computer Generated Imagery“ (CGI) sein, die die imaginierten Welten eines Autors zum Leben erweckt. Egal, wie viele Programmierer und Bildgestalter wie lange an den Entwürfen sitzen und sie digital bearbeiten. Oder hätte es Sinn gemacht (und sich gerechnet), die Bilder für ein komplexes Szenario wie die Stadt in „Zoomania“ von Hand zu erstellen und zu animieren? Wohl eher nicht.

Geht schon in Ordnung. Wir leben im digitalen Zeitalter. Und die Technik zur Kreation fantastischer Welten ist so ausdifferenziert, dass Designer aus der Spielebranche den Weltenschöpfern der Filmindustrie Bälle zuspielen  und beide profitieren. Wenn die Trickserei am Rechner Meisterwerke wie Disneys Mexiko-Hommage „Coco“ oder das Metropolis für Tiere „Zoomania“ abwirft, haben wir nichts zu meckern.

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Lieblingsfilm – Gabriel Feltz

Name: Gabriel Feltz

Alter: 46

Funktion: Generalmusikdirektor Stadt Dortmund

Lieblingsfilm: el segreto de sus ojos

Begründung: Es ist ein verschachtelter Kriminalfilm mit mehreren Handlungssträngen und zwei ungewöhnlichen Liebesgeschichten, spannend, anrührend, poetisch, schockierend, lässt einen lange noch danach drüber nachdenken…wird für immer mein Lieblingsfilm bleiben!

 

Kino in Deiner „Lieblingsstadt“

Habt Ihr eigentlich schon in der neuen Ausgabe des „Lieblingsstadt“-Magazins geschmökert?!

Neben spannenden Geschichten und coolen Tipps rund um das Brückviertel, die Dortmunder Wochenmärkte und To-Do’s für den Frühling findet Ihr dort auch einen „Beitrag“ von uns. 😉

Wenn Ihr dann auch noch aufmerksam die Seite mit den Besonderen Terminen lest, findet Ihr zusätzlich einen ersten Hinweis zu unserem anstehenden Projekt im April – es hat mit Wasser, Kochkunst und einem Klavier zu tun.

Zu finden ist das Magazin an sämtlichen Lieblingsorten.

 

Lieblingsfilm – Lena Wessel

Name: Lena Wessel

Alter: 29,9

Funktion: Projektmanagerin (Kino-Crew)

Lieblingsfilm: Eat.Pray.Love.

Begründung: „Eat.Pray.Love“ muss einfach jeder einmal im Leben gesehen haben. Zum einen wegen der großartigen Julia Roberts in der Hauptrolle und zum anderen wegen der genialen Schauplätze in Italien, Indien und Indonesien. Must see!

 

Lieblingsfilm – Tialda van Slogteren

Name: Tialda van Slogteren

Alter: 32

Funktion: Sängerin, Model und Fernsehdarstellerin

Lieblingsfilm: Mein Weg zu dir

Begründung: Das ist schon ein echt romantischer Frauen-Film. Normalerweise mag ich eher Action-Filme, aber in dem Film geht es darum, dass alles aus einem Grund passiert und dass man seinem Herzen folgen sollte. Ich glaube wirklich daran und finde auch, dass man im echten Leben das tun sollte, was man liebt und es ändern sollte, wenn etwas nicht mehr in Ordnung ist. Die Schauspieler waren auch sehr gut und das macht einen Film natürlich super.

 

Lieblingsfilm – Philip Hartmanis

Name: Philip Hartmanis

Alter: 39

Funktion: Dies und Das (Kino-Crew)

Lieblingsfilm: Außer Atem

Begründung: Cinema Forever schreibt über diesen Schwarz-Weiß-Klassiker von 1960 „Anti-Kino in seiner höchsten Vollkommenheit“ und hat damit genauso recht, wie Regisseur Jean-Luc Godard mit seiner Aussage: „All you need to make a good film is a girl and a gun.“

 

Von #MeToo bis „Viva Mexico!“

Gestern Nacht fand in Los Angeles die 90. Oscar-Verleihung statt. Foto: Elena Zaxarova / Shutterstock

Das war sie also, die 90. Oscar-Gala in Hollywood, die erste nach Weinstein und „#MeToo“: ein Abend zwischen Ehrung, Teufelsaustreibung, Solidaritäts-Adressen, politischen Bekundungen. Moderator Jimmy Kimmel feiert die Oscar-Statue als einen Mann, der die Hände bei sich hat, aus dessen Mund keine Schmähungen kommen, der dazu noch ohne Penis sei. Vorbildlich! Die Filmwelt signalisiert „Wir haben verstanden“. Sie demonstriert den Schulterschluss mit den Erniedrigten und Beleidigten, demontiert den Ignoranten im Weißen Haus (ohne ihn beim Namen zu nennen) und tut alles, um ein Signal zu senden: Das neue Hollywood ist ein Hort der liberalen Vielfalt, wo Männlein und Weiblein für eine bessere Welt ohne Diskriminierung arbeiten. Halleluja, Amen!

Moderator, Präsentatoren und Geehrte nutzten die Oscars als Podium für menschenfreundliche Botschaften. Mit Salma Hayek, Ashley Judd und Annabella Sciorra traten drei  von Weinsteins Anklägerinnen auf die Bühne, um ein neues Zeitalter der Gleichheit zu proklamieren. Mehrfach  wurde der Nachbar Mexiko geehrt, jedes Lob für das Land, seine Bewohner, seine Kultur eine Ohrfeige für Amerikas Latino-Hasser. „Coco“ gewann den Oscar als bester Animationsfilm, einen für den besten Song noch dazu. Ein warmherziger Filmspaß rund um das mexikanische „Fest der Toten“, das die Oscar-Gala auf der großen Showbühne farbenfroh nachstellte.

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Lieblingsfilm – Larse

Name: Lars „Larse“ Brodherr

Alter: 42

Funktion: DJ & Produzent

Lieblingsfilm: Schtonk

Begründung: Ich bin ein großer Fan von Helmut Dietl und nach den TV Serien Kir Royal und Monaco Franze, kam Schtonk dann ins Kino und war im Erscheinungsjahr direkt für den Oscar als bester fremdsprachlicher Film nominiert. Die absurde Story über die gefälschten Hitler Tagebücher und deren Veröffentlichung im Stern, die tollen Schauspieler, u.a. Götz George, Harald Juhnke, der Umgang mit den Medien, (Alt)Nazis und der herrschenden Doppelmoral machen diese sehr lustige Satire auch heute noch zu einem meiner Lieblingsfilme!

 

Berlinale vom Sofa

Goldener Bär für „Touch Me Not“, einen Debütfilm aus Rumänien, der zwischen  Doku und inszeniertem Spiel von der Sexualität behinderter Menschen erzählt. Ein Film, den die Kritiker „unbequem“, „herausfordernd“ oder „furchtlos“ nannten, der jedoch viele Besucher vorzeitig aus dem Kino trieb, wie man hört. Typisch Berlinale – ein Sieger, den manche nicht aushalten.

Gestern, am 25. Februar, gingen die 68. Berliner Filmfestspiele zu Ende, die im knackig kalten Winter antreten, den Cineasten das Herz zu wärmen. An die 340.000 Karten wurden verkauft, die Hardcore-Filmfreaks flogen hoch vor Freude. Örtliche und Angereiste „jetten“ jeden Spree-Winter von Kino zu Kino, von Film zu Film. Wer nicht Minimum vier Filme pro Tag auf dem Kerbholz hat, darf gar nicht mitreden!

Und wir Daheimgebliebenen schauen von außen auf Deutschlands einziges Filmfestival der A-Kategorie:  Neidisch? Wehmütig? Traurig, nicht dabei zu sein? Ach, was. An dieser Stelle ein Trostpflaster für alle, die die Berlinale als Sofasurfer und TV-Gucker wahrgenommen haben: Kopf hoch, ihr habt euch Stress, Lauferei, Warterei und manchen Frust erspart. Denn die Wirklichkeit ist nun mal viel, viel schnöder und weniger glamourös als das mediale Getöse uns glauben macht.

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