Fortsetzung: Die Filmhighlights…

Das Jahr 2019 hält einige spannende Kinofilme bereit. Im Fokus stehen dabei (erneut) einige
Fortsetzungen, Reboots und Comic-Filme. Foto: Rozhnovsky / Schulz

… Im Dezember läutet J.J. Abrams die nächste Runde der „Star Wars“-Saga ein. Episode 9 wird wieder um Kylo Ren und den Kampf mit den Rebellen kreisen. Mark Hamill ist an Bord, ebenfalls die schon verstorbene Carrie Fisher, die dank bisher nicht benutzter Sequenzen eine Wiederauferstehung auf der Leinwand feiert. Komponist John Williams (demnächst 87 Jahre alt) unterlegt zum womöglich letzten Mal die Musik zur großen Weltraum-Oper.

Fortsetzungen eingeführter Marken und Charaktere minimieren bekanntlich das unternehmerische Risiko, in Hollywoods kaufmännischem Denken immer ein gewichtiges Argument.

Im Hause Disney hat man das Recycling eigener Erfolgsstoffe entdeckt, jetzt als Realfilm. Wobei das im Falle von „König der Löwen“ nicht ganz stimmt: In den Bildern echter Tiere steckt so viel Computerhexerei, das von Realfilm kaum die Rede sein kann. Elton John hat im Remake seine Hits überarbeitet, hören wir, Hans Zimmer seinen Filmscore, das Ergebnis ist im Juli im Kino zu besichtigen.

Von Böse-Buben-Balladen in die Disney-Welt

Guy Ritchie hätte sich wohl nicht träumen lassen, dass aus dem Macher brutaler Böse-Buben-Balladen mal ein Disney-Regisseur werden würde. Tatsache ist aber, dass Ritchie „Aladdin“ mit Schauspielern inszeniert (Start am 23. Mai). Und Tim Burton knöpft sich Disneys „Dumbo“ vor und erzählt die Geschichte vom fliegenden Elefanten mit Segelohren als familientauglichen Realfilm. Zu sehen ab 4. April.

 Mit Spannung erwartet wird eine neuer Film von Quentin Tarantino, „Once Upon A Time in Hollywood“. Tarantino taucht in das Los Angeles des Jahres 1969 ein, wo ein abgehalfterter Western-Darsteller und sein Stunt-Double im Filmgeschäft Fuß fassen wollen. Es ist das Los Angeles der ausgehenden Hippie-Ära, deren Unschuld mit den Morden der „Family“ von Charles Manson ein jähes Ende findet. Wir freuen uns auf einen Film, der Sittenbild, Drama, Thriller sein dürfte, abgeschmeckt mit dem Tarantino-Touch, illuster besetzt mit Leonardo DiCaprio, Brad Pitt, Margot Robbie als Sharon Tate, Samuel L. Jackson, Tim Roth, Kurt Russell. Ab 8. August im Kino.

Scorcese bringt Mafiosis zurück

Nicht weniger erfreulich ist es, dass Altmeister Martin Scorsese ein neues Werk in der Pipeline hat. Mit „The Irishman“ bewegt sich Scorsese wieder unter Mafiosi, wenn er deren  berüchtigten Killer Frank Sheeran begleitet. Mit Robert de Niro, Al Pacino, Joe Pesci treten diverse von Scorseses Schauspieler-Spezis an. Der genaue Starttermin ist noch offen.

Am 21. Februar kommt „Vice – Der zweite Mann“ ins Kino, wo Christian Bale unter  Alters-Makeup den späteren US-Vizepräsidenten Dick Cheney spielt. Sam Rockwell ist als George W. Bush zu sehen, der sich mit Cheney einen rücksichtslosen Scharfmacher ins Boot holt, der den unbedarften Präsidenten nach seiner Pfeife tanzen lässt. Regisseur Adam McKay („The Big Short“) rechnet ab mit den großen Tieren in Washington, seine ätzende Politsatire heimste schon einige Oscar-Nominierungen ein.

Highlights der deutschen Filmemacher

Und was macht das deutsche Kino, wird mancher fragen. Nun ja, im Konzertgetöse der großen Blockbuster können wir nicht mithalten. Aber ein Film wie Fatih Akins „Der Goldene Handschuh“ (Start am 21. Februar) lässt einiges erwarten: Ein Zeitreise in das schmuddelige Hamburg der 70er-Jahre, wo der Mörder Fritz Honka seine Opfer (Prostituierte) in einer Absturzkneipe trifft und später umbringt. Ein Film (nach dem Buch von Heinz Strunk), der zwischen Krimi und Sozialdrama pendelt, Hamburg von unten.

Doris Dörrie schreibt mit „Kirschblüten und Dämonen“ ab dem 3. März die Geschichte von „Hanami – Kirschblüten“ (2007) fort. Der Sohn (Golo Euler) der damaligen „Helden“ Rudi (Elmar Wepper) und Trudi (Hannelore Elsner) steckt in einer Depression, aus der ihn erst eine Japanerin erlöst, die ihn seine Plagegeister besiegen lässt.

Alles in allem viel, viel guter Stoff für das Kinojahr 2019 –  bestimmt keine leichte Wahl für die Programm-Macher des diesjährigen PSD Bank Kino im Dortmunder Westfalenpark. KUB

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