Fortsetzungen – Fluch und Segen

Foto einer Szene aus dem neuen Deadpool-Film – In Teil 2 formiert Deadpool ein Team aus Superhelden. Foto: Schlomberg

Je mehr in Hollywood die Filmbudgets durch die Decke gehen, desto größer das Risiko und der mögliche Abschreibungsverlust. Blockbuster-Etats von 150 Millionen Dollar und mehr (plus Werbung in Kostenhöhe europäischer Großproduktionen), sind keine Seltenheit in der Traumfabrik. Es steht viel auf dem Spiel. Auch wenn das Cross-Marketing mit DVD-Auswertung, Bezahlfernsehen etc. manches abpuffert: Sollte der Streifen im Kino floppen, können in der Führungsetage der Studios Köpfe rollen. Die Angst spielt immer mit bei Filmbossen, die sich zu verantworten haben gegenüber Anlegern und großen Mutterkonzernen.

Wo kaufmännisch gedacht wird, garantieren Spin-Offs, Sequels, Prequels eine gewisse Risikominimierung. Der Kinogänger bekommt mit der Fortsetzung eine vertraute Marke, Gesichter, Figuren, Sujets, die er kennt. Die Herausforderung für Drehbuchschreiber und Regisseure liegt eben darin, an Altes anzuknüpfen und gleichzeitig die Lust auf Neues zu befriedigen.

Beim PSD Bank Kino im Westfalenpark gibt es neben anderen Highlights auch Fortsetzungsfilme zu sehen, die den Spagat zwischen alt und neu gut gemeistert haben: „Avengers – Infinity War“, „Deadpool 2“, „Solo: A Star Wars Story“, „Ocean’s Eight“ und „Fack Ju Göhte 3“.

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Die Welt zu Gast in Oberhausen

Ein prall gefüllter Saal bei den 63. Internationalen Kurzfilmtagen – ab heute werden die Saäle in der Lichtburg ganz ähnlich aussehen.
© Kurzfilmtage / Daniel Gasenzer

Keine Frage, welche Veranstaltung den Namen Oberhausens seit Jahrzehnten in die Welt trägt: Es sind die Internationalen Kurzfilmtage, die 2018 in ihre 64. Runde gehen und die Stadt vom 3. bis 8. Mai zum Mekka für Filmfreunde aus aller Herren Länder machen.

Was die Relevanz des Festivals angeht, muss man nur auf die Rekordzahl eingereichter Filme schauen: Für die Wettbewerbe gingen in Oberhausen mehr als 7300 Arbeiten (!) aus 140 Ländern ein, die von Auswahlgremien gesichtet, bewertet und zu Programmen gruppiert wurden. Im Internationalen Wettbewerb stehen danach 53 Filme, in der deutschen Konkurrenz sind es 23, im NRW-Wettbewerb (245 Einreichungen) zehn Filme.

In allen Sektionen zusammen – auch Themenschwerpunkten und im Kinder- und Jugendbereich – laufen beim Festival an die 500 Filme. Man merkt: Es wird schwer gesiebt in Oberhausen, um das Beste vom Kurzfilmschaffen der Welt abzubilden.

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Puppen, Knete oder CGI?

Die Aardman Studios in Bristol produzieren weiterhin Stop-Motion-Filme aus Knete. Foto: Shutterstock

Die „Shrek“-Fime, die „Cars“-Reihe, diverse „Toy Stories“, „Findet Nemo“, die „Ice Age“-Serie, mehrere Teile „Ich – Einfach unverbesserlich“ samt seinem Ableger „Minions“: Wir haben uns daran gewöhnt, dass Kinostreifen aus dem Rechner den Ton angeben, wenn es um Trickfilme geht.

Zwar sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt, doch in der Umsetzung muss es eben manchmal die „Computer Generated Imagery“ (CGI) sein, die die imaginierten Welten eines Autors zum Leben erweckt. Egal, wie viele Programmierer und Bildgestalter wie lange an den Entwürfen sitzen und sie digital bearbeiten. Oder hätte es Sinn gemacht (und sich gerechnet), die Bilder für ein komplexes Szenario wie die Stadt in „Zoomania“ von Hand zu erstellen und zu animieren? Wohl eher nicht.

Geht schon in Ordnung. Wir leben im digitalen Zeitalter. Und die Technik zur Kreation fantastischer Welten ist so ausdifferenziert, dass Designer aus der Spielebranche den Weltenschöpfern der Filmindustrie Bälle zuspielen  und beide profitieren. Wenn die Trickserei am Rechner Meisterwerke wie Disneys Mexiko-Hommage „Coco“ oder das Metropolis für Tiere „Zoomania“ abwirft, haben wir nichts zu meckern.

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Von #MeToo bis „Viva Mexico!“

Gestern Nacht fand in Los Angeles die 90. Oscar-Verleihung statt. Foto: Elena Zaxarova / Shutterstock

Das war sie also, die 90. Oscar-Gala in Hollywood, die erste nach Weinstein und „#MeToo“: ein Abend zwischen Ehrung, Teufelsaustreibung, Solidaritäts-Adressen, politischen Bekundungen. Moderator Jimmy Kimmel feiert die Oscar-Statue als einen Mann, der die Hände bei sich hat, aus dessen Mund keine Schmähungen kommen, der dazu noch ohne Penis sei. Vorbildlich! Die Filmwelt signalisiert „Wir haben verstanden“. Sie demonstriert den Schulterschluss mit den Erniedrigten und Beleidigten, demontiert den Ignoranten im Weißen Haus (ohne ihn beim Namen zu nennen) und tut alles, um ein Signal zu senden: Das neue Hollywood ist ein Hort der liberalen Vielfalt, wo Männlein und Weiblein für eine bessere Welt ohne Diskriminierung arbeiten. Halleluja, Amen!

Moderator, Präsentatoren und Geehrte nutzten die Oscars als Podium für menschenfreundliche Botschaften. Mit Salma Hayek, Ashley Judd und Annabella Sciorra traten drei  von Weinsteins Anklägerinnen auf die Bühne, um ein neues Zeitalter der Gleichheit zu proklamieren. Mehrfach  wurde der Nachbar Mexiko geehrt, jedes Lob für das Land, seine Bewohner, seine Kultur eine Ohrfeige für Amerikas Latino-Hasser. „Coco“ gewann den Oscar als bester Animationsfilm, einen für den besten Song noch dazu. Ein warmherziger Filmspaß rund um das mexikanische „Fest der Toten“, das die Oscar-Gala auf der großen Showbühne farbenfroh nachstellte.

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Berlinale vom Sofa

Goldener Bär für „Touch Me Not“, einen Debütfilm aus Rumänien, der zwischen  Doku und inszeniertem Spiel von der Sexualität behinderter Menschen erzählt. Ein Film, den die Kritiker „unbequem“, „herausfordernd“ oder „furchtlos“ nannten, der jedoch viele Besucher vorzeitig aus dem Kino trieb, wie man hört. Typisch Berlinale – ein Sieger, den manche nicht aushalten.

Gestern, am 25. Februar, gingen die 68. Berliner Filmfestspiele zu Ende, die im knackig kalten Winter antreten, den Cineasten das Herz zu wärmen. An die 340.000 Karten wurden verkauft, die Hardcore-Filmfreaks flogen hoch vor Freude. Örtliche und Angereiste „jetten“ jeden Spree-Winter von Kino zu Kino, von Film zu Film. Wer nicht Minimum vier Filme pro Tag auf dem Kerbholz hat, darf gar nicht mitreden!

Und wir Daheimgebliebenen schauen von außen auf Deutschlands einziges Filmfestival der A-Kategorie:  Neidisch? Wehmütig? Traurig, nicht dabei zu sein? Ach, was. An dieser Stelle ein Trostpflaster für alle, die die Berlinale als Sofasurfer und TV-Gucker wahrgenommen haben: Kopf hoch, ihr habt euch Stress, Lauferei, Warterei und manchen Frust erspart. Denn die Wirklichkeit ist nun mal viel, viel schnöder und weniger glamourös als das mediale Getöse uns glauben macht.

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Vorhang auf!

Hereinspaziert, hereinspaziert – macht’s Euch gemütlich, der Film startet…jetzt!

Wir heißen Euch herzlich willkommen auf unserem frisch abgedrehten Kino-Blog.

Von nun an versorgen wir hier alle Cineasten mit den wichtigsten und interessantesten Facts rund um die Themen Kino und Film. Im Fokus steht dabei natürlich unser PSD Bank Kino im Sommer.

Apropos: Kalender raus und jetzt schon Zeitraum vormerken! #ausfluginskino

Ob Lieblingsfilme von bekannten lokalen Persönlichkeiten, internationale Preisverleihungen oder neue Programmvorstellungen – das alles findet ihr im Laufe der nächsten Wochen gebündelt hier auf unserem Blog.

Damit ihr auch kein Facebook-Gewinnspiel und keine Insta-Story von den Vorbereitungen verpasst, solltet ihr noch flott unsere Kanäle in den Sozialen Netzwerken abonnieren. 🙂

Wir freuen uns auf den Sommer, auf gute Filme, die besondere Atmosphäre und vor allem auf EUCH!!!

Eure Kino-Crew