Oscars, BVB und ein fettes Danke

Das PSD Bank Kino in seiner vollen Pracht an einem wunderschönen Sommerabend! // Foto: Juliander Enssle
Das PSD Bank Kino in seiner vollen Pracht an einem wunderschönen Sommerabend! / Foto: Juliander Enßle

Das Wetter strahlt, die Sonne lacht und wir? Sind fertig. Aber strahlen tun wir trotzdem! Die letzte Woche des Open-Air-Kinos lässt uns mit einem ganz besonderen Gefühl zurück… Vorfreude aufs nächste Jahr!

Der Anfang vom Ende

Green Book – Eine besondere Freundschaft startete als Film am Montag mit einer fesselnden Geschichte und wirft uns zurück in das, noch nicht ganz so tolerante Jahr 1962, in dem das Betreten von einigen Restaurant und Unterkünften dunkelhäutigen Leuten noch nicht gestattet war. Schauspielkunst die einen Raum und Zeit vergessen lässt, nicht umsonst hat der Film drei Oscars gewonnen. Alle Achtung!

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Mädels, Musik und ein wenig Horror

Gastro Blick Leinwand PSD Bank Kino
Auch in der dritten Woche gab es wieder viele schöne Momente und genug Zeit, das Wetter, die Filme und das gastronomische Angebot zu genießen. / Foto: Anna Spindelndreier

In der Dritten Woche beeindruckten uns Filme aus fast jedem Genre. Es startete mit unserem Kino-Tipp BlackKklansmen, der mit einer mitreißenden Story der dritten Woche alle Ehre machte.

Die Thematik so aktuell wie nie, die Story beruhend auf wahren Begebenheiten und eine erstklassige Leistung des Film-Casts. Trotz nicht so vollen Rängen ein wirklich schöner Kino-Abend.

Rate your Date lieferte am Dienstag einen Film, bei dem das Zuschauen wirklich Spaß gemacht hat. Genau das, was Kino bewirken soll. Der deutsche Film begeisterte unsere Zuschauer, die sich selbst von einem kurzen Regenschauer nicht abhalten ließen, sich eine Mischung aus Komik, Romantik und tiefen Gefühlen anzuschauen.

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Regen, Klassiker und volle Ränge

Das PSD Bank Kino von der Seebühne aus. Man sieht einen Teil der Tribüne (r.), das beleuchtete VIP-Podest (m.) sowie den beleuchteten PSD Bank Rein Ruhr Bulli, welcher auf dem Wasser schwimmt (l.)/ Foto: Juliander Enssle
Das PSD Bank Kino von der Seebühne aus. Man sieht einen Teil der Tribüne (r.), das beleuchtete VIP-Podest (l.) sowie den beleuchteten PSD Bank Bulli, welcher auf dem Wasser schwimmt / Foto: Juliander Enssle

Die zweite Woche startete niemand anderes als der Westfalenpark selbst. Zur Feier des 60. Jubiläums des Parks, spielten wir den Kultfilm Der unsichtbare Dritte von Alfred Hitchcock aus dem Jahr 1959. Gute Unterhaltung, gutes Wetter, guter Anlass.

Wie gut ist deine Beziehung? Der Dienstag lockte einige Zuschauer ins Kino, die sich, ob sie wollten oder nicht, mit dieser Frage beschäftigen mussten. Auf der Leinwand natürlich. Auch der kalte Wind am Abend konnte keinen unserer Zuschauer aus dem Kino fegen. Decken und Sitzkissen sorgten für eine angenehme Atmosphäre.

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Fußball, Bingo und große Gefühle

Die große, beleuchtete Leinwand des Kinos am Eröffnungsabend. Die Leinwand steht auf der Seebühne im Dortmunder Westfalenpark./ Bild: Daniel Sadrowski
Die große, beleuchtete Leinwand des Kinos am Eröffnungsabend. Die Leinwand steht auf der Seebühne im Dortmunder Westfalenpark. / Bild: Daniel Sadrowski

Die Sonne verabschiedet sich und hinterlässt nur noch Schleier am Himmel. Das Zeichen, sich langsam auf die Plätze zu begeben. Unser PSD Bank Kino hat begonnen und die erste Woche war bereits mit cineastischen Highlights, warmen Nächten und einer ganzen Menge Unterhaltung gefüllt…

Der perfekte Startschuss

Auch in diesem Jahr eröffneten wir das Kino wieder mit dem Dortmunder Filmklassiker Oh Fortuna. Ein Film voller Witz, Charme und Gesichtern, denen der ein oder andere auf Dortmunds Straßen eventuell schon mal begegnet sein könnte. Gedreht hier in Dortmund, weswegen uns viele der Schauspieler wieder im Kino besucht und sich unter das Publikum gemischt haben.

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Filmdrehort Dortmund – Teil 2

Bild von dem Florianturm im Westfalenpark Dortmund hinter Lichterketten bei Nacht./ Foto:
Bild vom Florianturm im Westfalenpark Dortmund hinter Lichterketten bei Nacht./ Foto: Magdalena Stengel

Um den westfälischen Zungenschlag verdient gemacht hat sich auch Peter Thorwarth, dem mit „Bang Boom Bang“ das seltene Exemplar eines echten Kultfilms aus Westfalen gelungen ist. Thorwarth kommt aus Unna, durch seine Filme schimmert viel Heimatgefühl, auch wenn die Drehorte selten konkret einer Stadt zuzuordnen sind.

Thorwarths Dialoge aber sind hundert Prozent Ruhrpott. „Du ollen Wemser“, poltert Ralf Richter in „Was nicht passt, wird passend gemacht“ (2002). „Ihr Spasemacken!“, grollt Thorwarth selber, als Kerle am Puff (wohl in der Dortmunder Linienstraße) ihm aufs Maul hauen. Kinder heißen „Blagen“, auf der Baustelle regiert das Kommando „Mach fettich“. Alles schönste Perlen des Ruhrgebiets-Idioms.

Lebensgefühl und Sprache des Ruhrgebiets

Vor 40 Jahren hat Adolf Winkelmann mit „Die Abfahrer“ (1978) und „Jede Menge Kohle“ (1981) Lebensgefühl und Sprache des Ruhrgebiets definiert: Schnoddrige Lässigkeit und eine gewisse Scheißegal-Haltung inmitten einer Industrielandschaft, die schon Anzeichen der Krise trug, aber noch vor sich hin wurstelte. Seine „Rosen im Asphalt“ (um Wolf Maahn zu zitieren) fand er in staubigen Hinterhöfen, wo Figuren aufblühten, wie man sie heute kaum noch findet.

Mit „Junges Licht“, nach dem Roman von Ralf Rothmann, unternahm Winkelmann 2016 nochmal eine Reise in eine Vergangenheit, wo die Schlote an der Ruhr noch rauchten, die Menschen ebenfalls, und die Zechen tausende Kumpels ernährten.

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Film-Freunde-Dortmund

PSD Bank Kino Header - Zwei junge Besucher des PSD Bank Kinos, auf der Wiese gegenüber vom Kino-Eingang. / Foto: Timo Abenteuer
PSD Bank Kino Header – Zwei junge Besucher des PSD Bank Kinos, auf der Wiese gegenüber vom Kino-Eingang. / Foto: Timo Abenteuer

Die Film-Freunde-Dortmund feiern ihr Debüt im PSD Bank Kino 2019.

Unter dem Motto „Film-Freund werden – Kultur fördern“ will die Aktion den Gedanken an lokalen Zusammenhalt festigen und das Netzwerk zwischen lokalen Akteuren und Unternehmen verdichten. Wir freuen uns zu verkünden, dass die erste Film-Freundschaft an den BRÜCK AUF e.V. – Kultur und Kreativität für das Brückviertel geht. Wir bedanken uns für das Vertrauen und den Aktionismus.

Zu den Leistungen der ein Jahr gültigen Film-Freundschaft, zählen unter anderem eine goldene Dauerkarte für zwei Personen über die gesamte Laufzeit des PSD Bank Kinos 2019 im Dortmunder Westfalenpark, eine Einbindung auf der Film-Freunde-Dortmund-Wand, sowie die Einbindung aller Film-Freunde in crossmediale Kommunikationsmaßnahmen und Einladung zu einem Netzwerkevent.

Wir freuen uns auf zahlreiche Film-Freunde und sind gespannt, welche Synergien sich durch die Verknüpfung von kulturellem Angebot und lokalem wirtschaftlichen Erfolg ergeben.

Weitere Informationen gibt es unter kino@neovaude.com.

Wir sehen uns bei einem #ausfluginskino.

Highlights & Kooperationen 2019

Das PSD Bank Kino an einem angenehmen Sommerabend mit Blick von der Seebühne / Foto: Magdalena Stengel
Das PSD Bank Kino an einem angenehmen Sommerabend mit Blick von der Seebühne / Foto: Magdalena Stengel

Die Tage werden weniger, das Wetter beendet sein Tief und der Sommer lädt zu warmen Abenden in besonderer Atmosphäre ein, die wir Euch durch besondere Highlights versüßen möchten. Sechs Nächte liegen noch vor uns, bevor das PSD Bank Kino seine Pforten öffnet und wieder in eine Welt voller Film, Musik und Schauspiel entführt. 

Pure Entspannung mit Wim Gelhard

„Time to relax“ und das schon bevor man überhaupt im eigentlichen Kino angelangt ist. Dieses Jahr ist die große Wiese gegenüber vom Kino-Eingang täglich mit Fatboys von Wim Gelhard ausgestattet. Große Sitzsäcke, Teppiche und Co. die jeden Abend dazu einladen, in entspannter Atmosphäre zuzugucken, wie sich der Abend in Dunkelheit einbettet.  

Der Bereich vor dem Kino, am mittleren Eingang (unten rechts ist die Wiese zu sehen, auf welcher ab diesem Jahr die Highlights platziert sind) / Foto: Magdalena Stengel
Auf der gegenüberliegenden Wiese zu den Eingängen erstreckt wird sich die „Wohlfühl-Oase“ mit Sitzsäcken, Teppichen und Hängematten von Fatboy erstrecken. / Foto: Magdalena Stengel

Martini für einen prickelnden Abend 

Und dazu? Martini bietet mit ihrem Free Drink „Martini Fiero & Tonic“ an sechs Abenden einen sommerlichen Aperitif mit erfrischend-fruchtigen Geschmack. Die perfekte Möglichkeit um mit guten Freunden, seinem Partner oder Familienmitgliedern auf den Abend anzustoßen, bevor der Film beginnt. (Martini ist vor Ort am: 18.07. & 19.07., 01.08. & 02.08, 15.8. & 16.08.)

Action vor dem Film durch Key&Free

Ihr wollt vor dem Film noch was erleben ? Spannung und Geschick vereinen sich an allen Samstagen (außer bei Juicy Beats), an denen Key&Free Escape Room Dortmund mit mobilen Escape Room-Elementen vor Ort sind. Kniffelige Rätsel und versteckte Hinweise leiten dazu an, sich in den Stunden vor dem Film noch an einer Herausforderung zu wagen. 

Und danach? Zeit für Kino! 

 

Filmdrehort Dortmund – Teil I

Dortmund: Dieses Dronenbild zeigt den schönen Westfalenpark von oben/ Foto: Lukas Naasz
Das Drohnenbild zeigt den schönen Westfalenpark von oben. Auch hier wurden schon Szenen für den ein oder anderen Film gedreht. Foto: Lukas Naasz

Welchen Pulsschlag, welchen Charakter, welche Art von Seele hat eine Stadt? Und was davon lässt sich im Medium Film transportieren? Nur ihre Architektur und Wahrzeichen oder auch ihr Menschenschlag, dessen Sprache und Eigenheiten?

Man kann nicht sagen, dass Dortmund so abfotografiert und tot-gefilmt ist wie etwa Berlin, wo in Dutzenden von Kinowerken irgendwann der Panoramablick mit dem Fernsehturm auftaucht. Dort ist die Filmerei längst Teil eines Hauptstadt-Marketings, das seit Jahrzehnten das Image der pulsierenden, hippen Party-Metropole in die Welt posaunt.

Aber welches Bild von Dortmund geht eigentlich in die Welt?

Schauen wir an dieser Stelle doch mal auf diverse Kinofilme (wohlgemerkt nicht auf Fernsehkost wie den „Tatort“ oder die WDR- Serie „Phoenixsee“), um herauszufinden, was Filmemacher an Dortmund bemerkenswert finden.

Schnell landet man beim Fußball und beim BVB, der Posten auf der Dortmunder Agenda, der den alten Dreiklang Stahl, Kohle, Bier abgelöst hat. Adolf Winkelmann hat mit 1993 mit „Nordkurve“ einen seiner schlechtesten Filme gemacht, eine komödiantisch gemeinte Krimi-Satire im Kicker-Milieu, die belegt, dass Winkelmann und sein Autor von Fußball keinen Schimmer haben…

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Komödienperlen made in Germany

Die Darsteller des Films "Der Junge muss an die frische Luft" am Rande des Drehs in Oberhausen / Foto: Kai-Uwe Brinkmann
Die Darsteller des Films „Der Junge muss an die frische Luft“ am Rande des Drehs in Oberhausen. Foto: Kai-Uwe Brinkmann

Land in Sicht für die deutsche Filmkomödie! Nach einer Ewigkeit der gefühlten Schweiger/Schweighöfer-Dominanz gab es in dieser Kinosaison endlich wieder freche, witzige, rührende Filme, die für frischen Wind sorgen und das Genre beleben. Einige laufen beim PSD-Kinofestival im Westfalenpark. Und wir sprechen nicht von „Fack Ju Göhte“, der die Regentschaft der Herren Schweiger und Schweighöfer hoffentlich endgültig beendet hat.

Nein, die Rede ist von Humor-Perlen wie „25 km/h“, „Der Vorname“, „Sweethearts“, „Die Goldfische“ und „Der Junge muss an die frische Luft“, letzterer eine Gratwanderung zwischen Tragik und Komik. Filme, die einem den Glauben zurückgeben, dass im Komödienfach mehr geht als das peinlich bemühte Gewitzel eines Til Schweiger. Der zuletzt mit „Klassentreffen 1.0“ anödete und unbeirrt an seiner Masche weiterstrickt.

Eine Masche, die von Matthias Schweighöfer („Schlussmacher“, „Der Nanny“) kopiert wurde: Hanebüchene Story, grobmotorischer Humor, Klamauk verquirlt mit einer Dosis Romantik, dazu ein Soundtrack aus hymnisch jauchzender Popmusik. Und der Regisseur in der Rolle des Schwerenöters, lieb, aber unverstanden. Laaangweilig.

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Newcomer & alte Hasen – Das Department

Amin Oussar (l.) und Marvin Litwak (r.)/ Foto: Christian Bohnenkamp
Das Department Gründer Amin Oussar (l.) und Marvin Litwak (r.) / Foto: Christian Bohnenkamp

Eine bewegende Geschichte, ein eingeschworenes Team und eine ausschlaggebende Idee in den Höhen des Himalajas führten zur Entstehung von Das Department.

Das Department ist eine Filmproduktionsfirma in Dortmund, welche im Jahr 2013 von dem Regisseur Marvin Litwak und dem Kameramann Amin Oussar gegründet wurde. Das Unternehmen umfasst momentan fünf feste Mitarbeiter.

Wir fragen warum ausgerechnet Dortmund? Es entsteht in Dortmund gerade ein gut ausgebautes Netzwerk für Filmer. Durch die Anlage einiger Filmschulen wie z.B. FH-Dortmund, WAM und der Ruhrakademie in Schwerte (an welcher Litwak selbst studierte) sowie die Ansiedlung von Kameraverleihern, Lichtverleihern und immer mehr Filmproduktionen, entsteht ein immer größeres Netzwerk, welches Dortmund mehr in den Fokus rücken lässt.” 

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