Fußball, Bingo und große Gefühle

Die große, beleuchtete Leinwand des Kinos am Eröffnungsabend. Die Leinwand steht auf der Seebühne im Dortmunder Westfalenpark./ Bild: Daniel Sadrowski
Die große, beleuchtete Leinwand des Kinos am Eröffnungsabend. Die Leinwand steht auf der Seebühne im Dortmunder Westfalenpark. / Bild: Daniel Sadrowski

Die Sonne verabschiedet sich und hinterlässt nur noch Schleier am Himmel. Das Zeichen, sich langsam auf die Plätze zu begeben. Unser PSD Bank Kino hat begonnen und die erste Woche war bereits mit cineastischen Highlights, warmen Nächten und einer ganzen Menge Unterhaltung gefüllt…

Der perfekte Startschuss

Auch in diesem Jahr eröffneten wir das Kino wieder mit dem Dortmunder Filmklassiker Oh Fortuna. Ein Film voller Witz, Charme und Gesichtern, denen der ein oder andere auf Dortmunds Straßen eventuell schon mal begegnet sein könnte. Gedreht hier in Dortmund, weswegen uns viele der Schauspieler wieder im Kino besucht und sich unter das Publikum gemischt haben.

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Filmdrehort Dortmund – Teil 2

Bild von dem Florianturm im Westfalenpark Dortmund hinter Lichterketten bei Nacht./ Foto:
Bild vom Florianturm im Westfalenpark Dortmund hinter Lichterketten bei Nacht./ Foto: Magdalena Stengel

Um den westfälischen Zungenschlag verdient gemacht hat sich auch Peter Thorwarth, dem mit „Bang Boom Bang“ das seltene Exemplar eines echten Kultfilms aus Westfalen gelungen ist. Thorwarth kommt aus Unna, durch seine Filme schimmert viel Heimatgefühl, auch wenn die Drehorte selten konkret einer Stadt zuzuordnen sind.

Thorwarths Dialoge aber sind hundert Prozent Ruhrpott. „Du ollen Wemser“, poltert Ralf Richter in „Was nicht passt, wird passend gemacht“ (2002). „Ihr Spasemacken!“, grollt Thorwarth selber, als Kerle am Puff (wohl in der Dortmunder Linienstraße) ihm aufs Maul hauen. Kinder heißen „Blagen“, auf der Baustelle regiert das Kommando „Mach fettich“. Alles schönste Perlen des Ruhrgebiets-Idioms.

Lebensgefühl und Sprache des Ruhrgebiets

Vor 40 Jahren hat Adolf Winkelmann mit „Die Abfahrer“ (1978) und „Jede Menge Kohle“ (1981) Lebensgefühl und Sprache des Ruhrgebiets definiert: Schnoddrige Lässigkeit und eine gewisse Scheißegal-Haltung inmitten einer Industrielandschaft, die schon Anzeichen der Krise trug, aber noch vor sich hin wurstelte. Seine „Rosen im Asphalt“ (um Wolf Maahn zu zitieren) fand er in staubigen Hinterhöfen, wo Figuren aufblühten, wie man sie heute kaum noch findet.

Mit „Junges Licht“, nach dem Roman von Ralf Rothmann, unternahm Winkelmann 2016 nochmal eine Reise in eine Vergangenheit, wo die Schlote an der Ruhr noch rauchten, die Menschen ebenfalls, und die Zechen tausende Kumpels ernährten.

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Film-Freunde-Dortmund

PSD Bank Kino Header - Zwei junge Besucher des PSD Bank Kinos, auf der Wiese gegenüber vom Kino-Eingang. / Foto: Timo Abenteuer
PSD Bank Kino Header – Zwei junge Besucher des PSD Bank Kinos, auf der Wiese gegenüber vom Kino-Eingang. / Foto: Timo Abenteuer

Die Film-Freunde-Dortmund feiern ihr Debüt im PSD Bank Kino 2019.

Unter dem Motto „Film-Freund werden – Kultur fördern“ will die Aktion den Gedanken an lokalen Zusammenhalt festigen und das Netzwerk zwischen lokalen Akteuren und Unternehmen verdichten. Wir freuen uns zu verkünden, dass die erste Film-Freundschaft an den BRÜCK AUF e.V. – Kultur und Kreativität für das Brückviertel geht. Wir bedanken uns für das Vertrauen und den Aktionismus.

Zu den Leistungen der ein Jahr gültigen Film-Freundschaft, zählen unter anderem eine goldene Dauerkarte für zwei Personen über die gesamte Laufzeit des PSD Bank Kinos 2019 im Dortmunder Westfalenpark, eine Einbindung auf der Film-Freunde-Dortmund-Wand, sowie die Einbindung aller Film-Freunde in crossmediale Kommunikationsmaßnahmen und Einladung zu einem Netzwerkevent.

Wir freuen uns auf zahlreiche Film-Freunde und sind gespannt, welche Synergien sich durch die Verknüpfung von kulturellem Angebot und lokalem wirtschaftlichen Erfolg ergeben.

Weitere Informationen gibt es unter kino@neovaude.com.

Wir sehen uns bei einem #ausfluginskino.

Highlights & Kooperationen 2019

Das PSD Bank Kino an einem angenehmen Sommerabend mit Blick von der Seebühne / Foto: Magdalena Stengel
Das PSD Bank Kino an einem angenehmen Sommerabend mit Blick von der Seebühne / Foto: Magdalena Stengel

Die Tage werden weniger, das Wetter beendet sein Tief und der Sommer lädt zu warmen Abenden in besonderer Atmosphäre ein, die wir Euch durch besondere Highlights versüßen möchten. Sechs Nächte liegen noch vor uns, bevor das PSD Bank Kino seine Pforten öffnet und wieder in eine Welt voller Film, Musik und Schauspiel entführt. 

Pure Entspannung mit Wim Gelhard

„Time to relax“ und das schon bevor man überhaupt im eigentlichen Kino angelangt ist. Dieses Jahr ist die große Wiese gegenüber vom Kino-Eingang täglich mit Fatboys von Wim Gelhard ausgestattet. Große Sitzsäcke, Teppiche und Co. die jeden Abend dazu einladen, in entspannter Atmosphäre zuzugucken, wie sich der Abend in Dunkelheit einbettet.  

Der Bereich vor dem Kino, am mittleren Eingang (unten rechts ist die Wiese zu sehen, auf welcher ab diesem Jahr die Highlights platziert sind) / Foto: Magdalena Stengel
Auf der gegenüberliegenden Wiese zu den Eingängen erstreckt wird sich die „Wohlfühl-Oase“ mit Sitzsäcken, Teppichen und Hängematten von Fatboy erstrecken. / Foto: Magdalena Stengel

Martini für einen prickelnden Abend 

Und dazu? Martini bietet mit ihrem Free Drink „Martini Fiero & Tonic“ an sechs Abenden einen sommerlichen Aperitif mit erfrischend-fruchtigen Geschmack. Die perfekte Möglichkeit um mit guten Freunden, seinem Partner oder Familienmitgliedern auf den Abend anzustoßen, bevor der Film beginnt. (Martini ist vor Ort am: 18.07. & 19.07., 01.08. & 02.08, 15.8. & 16.08.)

Action vor dem Film durch Key&Free

Ihr wollt vor dem Film noch was erleben ? Spannung und Geschick vereinen sich an allen Samstagen (außer bei Juicy Beats), an denen Key&Free Escape Room Dortmund mit mobilen Escape Room-Elementen vor Ort sind. Kniffelige Rätsel und versteckte Hinweise leiten dazu an, sich in den Stunden vor dem Film noch an einer Herausforderung zu wagen. 

Und danach? Zeit für Kino! 

 

Filmdrehort Dortmund – Teil I

Dortmund: Dieses Dronenbild zeigt den schönen Westfalenpark von oben/ Foto: Lukas Naasz
Das Drohnenbild zeigt den schönen Westfalenpark von oben. Auch hier wurden schon Szenen für den ein oder anderen Film gedreht. Foto: Lukas Naasz

Welchen Pulsschlag, welchen Charakter, welche Art von Seele hat eine Stadt? Und was davon lässt sich im Medium Film transportieren? Nur ihre Architektur und Wahrzeichen oder auch ihr Menschenschlag, dessen Sprache und Eigenheiten?

Man kann nicht sagen, dass Dortmund so abfotografiert und tot-gefilmt ist wie etwa Berlin, wo in Dutzenden von Kinowerken irgendwann der Panoramablick mit dem Fernsehturm auftaucht. Dort ist die Filmerei längst Teil eines Hauptstadt-Marketings, das seit Jahrzehnten das Image der pulsierenden, hippen Party-Metropole in die Welt posaunt.

Aber welches Bild von Dortmund geht eigentlich in die Welt?

Schauen wir an dieser Stelle doch mal auf diverse Kinofilme (wohlgemerkt nicht auf Fernsehkost wie den „Tatort“ oder die WDR- Serie „Phoenixsee“), um herauszufinden, was Filmemacher an Dortmund bemerkenswert finden.

Schnell landet man beim Fußball und beim BVB, der Posten auf der Dortmunder Agenda, der den alten Dreiklang Stahl, Kohle, Bier abgelöst hat. Adolf Winkelmann hat mit 1993 mit „Nordkurve“ einen seiner schlechtesten Filme gemacht, eine komödiantisch gemeinte Krimi-Satire im Kicker-Milieu, die belegt, dass Winkelmann und sein Autor von Fußball keinen Schimmer haben…

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